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Am nächſten Morgen um neun Uhr fanden ſich die Freunde ein, denn ſie wußten aus Erfahrung, daß Beata nicht wie jene Damen der Stadt und des höchſt civiliſir⸗ ten Lebens war, die um zehn Uhr ihre Daunen verlaſſen, um zwölf ſich ankleiden und um ein Uhr, nach eingenom⸗ menem Frühſtück, i Beſuche empfangen oder abſtatten. Huttens kleine Frau, ſo nannte er ſie ſo gern, ſtand mit ihrem großen Manne, wie ſie dann ſcherzweiſe entgegnete, um fünf Uhr auf, denn ſie liebte den Morgenduft und den Thau, der auf den Blumen perlte. Um ſechs war ſie ſchon gewöhnlich in ihrer reizenden Morgenkleidung, die ſie, wie jede andere, ihrem elaſtiſchen Körper anmuthig anzupaſſen verſtand. Auch heute trat ſie den beiden Freunden in einem bei ihr bisher noch nicht geſehenen ſtädtiſchen Anzuge entgegen; aber auch ſo war ihre Er⸗ ſcheinung die reizendſte, die man ſich denken konnte.— Man trank eine Taſſe Fleiſchbrühe und nahm einen klei⸗ nen Imbiß dabei. Dann beſtieg man die zwei ange⸗ ſpannten Wagen, denn Cigarita, ihre gewöhnliche Tracht, von der ſie ſich niemals trennte, unter einem großen indiſchen Shawle verbergend, wollte das Gartenhäuschen ebenfalls ſehen.
„Wer hat Holzbrechers Haus gekauft?“ fragte Hutten den ihm gegenüberſitzenden Architekten, während Wolf mit Cigarita fuhr.
Der Inſelkönig. v. 10


