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Abends. Es iſt ſpät geworden und wir müſſen morgen ſämmtlich früh aufſtehen.“—
Der erſte Secretair theilte ihm das Ceremoniell 4 mündlich und ſchriftlich mit, worauf ſich die beiden Herren empfahlen.
Als die beiden Gatten ſich auf ihr Schlafzimmer begeben hatten, welches leider nach der Straße hinaus lag, wunderte ſich Beata über die Rührigkeit, die in der⸗ ſelben herrſchte. Sie war jetzt wieder ſo an die ſtille Ruhe ihrer Inſel gewöhnt, wo kein Wagengeraſſel, kein lauter Nachtwandler, kein Wächter die friedliche Nacht unterbrach, daß ſie Beide nicht einſchlafen konnten, und
Eduard Beata verſprach, das Schlafzimmer nach dem
Garten hinaus verlegen zu laſſen.
„Wir müſſen es heute ſchon durchmachen,“ ſagte er lächelnd und ſich im Bette herumwerfend,„wir ſind hier nicht auf unſerm Eilande, wo das Wellengemurmel uns noch tiefer in den Schlaf ſingt; wir haben hier Pflichten
übernommen, und nun müſſen wir ſie erfüllen. Das kommt davon, meine ſüße Beata, ein Staatsmann zu
ſein; ein Geſandter iſt kein Privatmann und Hoffart will
Zwang leiden! Gute Nacht, mein Kind!“ Und ſeinen
Arm um ihren blendenden Nacken ſchlingend, ſchlief er an dem ſchönen Buſen des ſchönſten Weibes auf der Grde ein.


