Kiſten geholt, und als Joſephſon mit Ruhmredigkeit ver⸗ kündete, daß man mit dem Aufſtellen derſelben noch warten müſſe, da die größte und ſchönſte Sendung noch nachkäme, 3 da gingen ſelbſt Waldau die Augen über und er ſprach im Stillen ein frommes und zufriedenes„Gott ſei bei 1 uns!“ aus. Joſephſon zog ihn am erſten Abend ſeiner Ankunft auf die Seite und forſchte nach den Zimmern des Pa⸗ villons, um zu horchen, ob auch wohl für eine künftige Gemahlin des Beſitzers Vorkehrungen getroffen ſeien. „Komm mit!“ ſagte der beinahe ſtolz gewordene 4 Künſtler, und zog den verehrten Freund in den Pavillon. „O!“ ſagte der erſtaunte, weit gereiſte Wolf— 4 ſich ſehe, Ihr habt die eingeſandten Zeichnungen Willi⸗ 3 balds wohl benutzt— ich habe nichts mehr darüber zu ſagen.“ Und nun theilte er ſelbſt Waldau nichts von dem ſchönſten Geheimniſſe Eduards mit.—„Aber wie iſt es mit dem Cypreſſenkranz und dem Grabmal Mr. Huttens?“ fragte er. „Dort ſteht es— gehe hin und ſiehe, ob es ähn⸗ lich iſt!“ das war die einzige Antwort, die der moderne Michel Angelo ſprach, und wie fand ſich Joſephſon befrie⸗— digt, als er es ſah! Er glaubte zu träumen und ſich. plötzlich wieder an den Hudſon verſetzt. V „Ihr ſeid fleißig geweſen,“ ſagte er,„das iſt Alles ganz köſtlich!“ 0
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten


