Teil eines Werkes 
5. Theiles 1. Abt. (1852)
Entstehung
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heiterſten Einfaſſungen grünten und blühten ſchon im zweiten Sommer in der mannigfaltigſten Farbenpracht.

Nun aber kam des Architekten Hauptſorge. Dieſe betraf die innere Ausſchmückung des Schloſſes, des Pa⸗ villons und der Abtei. Da kamen denn eines Tages die Künſtlerfreunde mit ihren Gehilfen aus der Haupt⸗ ſtadt angewandert. Mit ſtillem Erſtaunen ſtanden ſie da und bewunderten, was ihr theurer Michael Angelo Großartiges und Herrliches ſchon geleiſtet hatte. Und die innere Begierde des Schaffens, die Luſt der Arbeit, die Gluth der Begeiſterung erwachte in ihnen, und ſchon am nächſten Morgen beſtiegen ſie die räumlichen Gerüſte, und ihre Farben und Pinſel begannen ihr zauberhaftes Werk.

Andreas Oeggering war ſchon lange da. Er hatte in ſeinem neuen großen, im dichten Laubgehölze belegenen Atelier nicht allein ſelbſt die herrlichſten Arbeiten gelie⸗ fert, ſondern auch die vielen angenommenen Hilfsarbeiter beaufſichtigt und ihnen mit Rath und That beigeſtanden. Die Marmortreppen, die Granitböden, die köſtlichen Saulen von grünem, weißem, rothem, ſchwarzem Marmor, desgleichen die Kamine, die Kapitäler, die Frieſe, die Ge⸗ bälkverzierungen, die Karyatiden, Alles war unter ſeiner Anleitung gearbeitet, vollendet, aufgeſtellt, und für Auge und Gemüth auf das Herrlichſte zurecht gerückt.

Aber mit allem Fleiße und aller Hingebung waren