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Im Parke vergnügte man ſich am frühen Morgen
ſchon damit, daß man die vier kleinen Schottländiſchen
Pferde, breitgeſpannt, den kleinen Wagen ziehen ließ, in deren Lenkung ſich beſonders Beata und Cigarita eine
große Meiſterſchaft erworben hatten. Dann begab man
ſich, wenn es heißer wurde, in die kühlen Zimmer und zeichnete, las oder unterhielt ſich mit ſolchen Dingen, die
eben ſo zum Nutzen wie Vergnügen der Menſchen in der Welt ſind. Eine bei Weitem größere Rolle als früher
hatte dabei Willibald übernommen. Der Anblick der beiden herrlichen Frauengeſtalten hatte ſeine Künſtler⸗ phantaſie belebt und bald war die Erlaubniß erwirkt,
ſoowohl Beata wie Cigarita in ihren maleriſchen Kleidun⸗
gen, die ſie nach allmählig ablaufender Trauerzeit anzu⸗
legen anfingen, in Lebensgröße mit ſeiner kunſtfertigen 4 Hand der Zukunft zu erhalten. Beata trug auf dieſem
Bilde die ſchöne ſpaniſche Tracht, das weiße, mit emaillir⸗ tem Glanze ausgeſtattete Atlaskleid, die faltenreiche Man⸗ tilla und den ſpitzenſchweren Schleier, der ihre wollüſti⸗ gen Glieder mit einer unglaublichen, zauberartigen Schön⸗ heit umgab. Cigarita trug für gewöhnlich die mexika⸗ niſche Tracht, ein bis auf die Knöchel reichendes Seiden⸗ kleid von glänzenden Farben, darüber ein enganſchließen⸗ des, braunrothes Leibchen von Sammt, welches dis Fülle
ihrer Formen kaum zu umſchließen vermochte, eine lang⸗
hinflatternde Schürze um die Hüften und das goldene
Der Inſelkönig. Iv. 22


