Teil eines Werkes 
4. Theiles 2. Abt. (1852)
Entstehung
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Im Parke vergnügte man ſich am frühen Morgen

ſchon damit, daß man die vier kleinen Schottländiſchen

Pferde, breitgeſpannt, den kleinen Wagen ziehen ließ, in deren Lenkung ſich beſonders Beata und Cigarita eine

große Meiſterſchaft erworben hatten. Dann begab man

ſich, wenn es heißer wurde, in die kühlen Zimmer und zeichnete, las oder unterhielt ſich mit ſolchen Dingen, die

eben ſo zum Nutzen wie Vergnügen der Menſchen in der Welt ſind. Eine bei Weitem größere Rolle als früher

hatte dabei Willibald übernommen. Der Anblick der beiden herrlichen Frauengeſtalten hatte ſeine Künſtler⸗ phantaſie belebt und bald war die Erlaubniß erwirkt,

ſoowohl Beata wie Cigarita in ihren maleriſchen Kleidun⸗

gen, die ſie nach allmählig ablaufender Trauerzeit anzu⸗

legen anfingen, in Lebensgröße mit ſeiner kunſtfertigen 4 Hand der Zukunft zu erhalten. Beata trug auf dieſem

Bilde die ſchöne ſpaniſche Tracht, das weiße, mit emaillir⸗ tem Glanze ausgeſtattete Atlaskleid, die faltenreiche Man⸗ tilla und den ſpitzenſchweren Schleier, der ihre wollüſti⸗ gen Glieder mit einer unglaublichen, zauberartigen Schön⸗ heit umgab. Cigarita trug für gewöhnlich die mexika⸗ niſche Tracht, ein bis auf die Knöchel reichendes Seiden⸗ kleid von glänzenden Farben, darüber ein enganſchließen⸗ des, braunrothes Leibchen von Sammt, welches dis Fülle

ihrer Formen kaum zu umſchließen vermochte, eine lang⸗

hinflatternde Schürze um die Hüften und das goldene

Der Inſelkönig. Iv. 22