durchbohrenden Blicke an. Eduard legte raſch Hand an und bald war der Patient mit ſeiner Hilfe ſoweit be⸗ kleidet, daß er im Schlafrock in den Speiſeſaal kommen und die ſeiner harrenden Freunde begrüßen konnte.
„Nun ein paar kräftige Pikles, dann ein Roſtbeef⸗ und eine Flaſche Burgunder, was meinſt Du dazu? Wie?“
Joſephſon lächelte matt. Das Antlitz der blühen⸗ den Erde hatte ihn wieder freundlich angeblickt. Sein Appetit wurde ſchon bei dem Gedanken an das Vorge⸗ ſchlagene rege.
„Gieb her,“ rief er ungeduldig,„wenn Du es haſt. Ich fühle wieder, daß ich außer dem geborenen Seeſtädter auch noch ein geborener Wolf bin.“— Und haſtig, wie Jemand, der fünf Tage gehungert und gedurſtet hat, griff er die Speiſe und den Wein an und fühlte ſich mit jedem Augenblicke wohler. Aber eine Cigarre wollte er doch noch nicht zu rauchen wagen, ſo köſtlich der Duft war, der von Eduards Röllchen in ſeine Naſe zog. Von dieſer Stunde aber an war die Seekrankheik gewichen und quälte ihn nicht wieder. Aber die überſtandenen kleinen Leiden ſollten nicht die einzigen ſein, die Joſeph⸗
ſon in der neuen Welt auszuſtehen beſtimmt war.—
Bei Tag und bei Nacht zog jetzt das wackere Schiff ſeinen ziemlich ebenen Weg weiter. Die franzöſiſchen Küſten und das biscayiſche Meer ließ es bald hinter ſich.


