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Mit welchen Gefühlen betrat der Erbe die Räume, in denen der Erblaſſer vor wenigen Monden noch ſo glücklich geathmet hatte! Wie heilig waren ihm die klein⸗ ſten Gegenſtände, die er benutzt hatte und die er ſogleich wieder erkannte. Da ſtand das ſchneeige Bett mit den ſeidenen, dunkelgrünen Vorhängen, da der bequeme Seſ⸗ ſel, auf dem er zu ſitzen pflegte. Und mit welchen ſein ganzes Weſen durchſchauernden Empfindungen betrachtete er das Billard, an dem er ſo oft mit dem alten guten
Manne ein Stündchen verplaudert hatte!— Zwei Stun⸗
den etwa blieb Eduard in dieſen Räumen allein, er mußte erſt dem Geſchiedenen den Zoll der Dankbarkeit abtragen; dann aber erinnerte er ſich, daß nicht der Tod allein, ſondern auch das Leben Anſprüche an ſeine Ge⸗ danken habe, und faſt mit Gewalt die Erinnerung an die Vergangenheit von ſich ſchüttelnd, griff er kühn und ſchnell in die neu tagende Gegenwart ein.
Der Capitain ließ ſich bei ihm melden. Als er eingetreten war, ſagte er:
„Herr Hutten, wir haben einen friſchen Südoſt, das Schiff iſt ſegelfertig, dürfen wir in See ſtechen?“
„Mit Gott, lieber Schröder, immer vorwärts!“
Und augenblicklich wurden die Befehle ertheilt, die Ankerketten aufgewunden, das Steuer in Bewegung ge⸗ ſetzt und die fallenden großen Segel faßte der Wind.
In einer kurzen Viertelſtunde ſtrich die Beata dahin und
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