Teil eines Werkes 
4. Theiles 1. Abt. (1852)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

122

kenne ſolche Männer, die dieſen drei Mädchen valleict gefallen dürften.

O Eduard! Pfui, Eduard! liebſter Eduard! waren allein die Worte, die jetzt in verſchiedenen Modulatona vernommen wurden. Der böſe Bruder aber ließ ſich da⸗ durch nicht ſtören.Höret mich weiter! fuhr er fort. Ich ſtehe hier als öffentlicher Ankläger. Ihr habt drei Männern das Herz geſtohlen und ſeid daher Verbreche⸗ rinnen. Ich beſtimme alſo Eure Strafe, da ich von Sei⸗ ten der Beſtohlenen zum Richter erkoren bin. Du, Ma⸗ rie, wirſt alſo einen gewiſſen Ernſt Doſſow, Du, Minna, einen gewiſſen Karl Michel, und Du, Amalie, einen ge⸗ wiſſen Felir Weſſely zum Manne und Gebieter nehmen. Ich verkünde hiermit offen und vor aller Welt ihre Ver⸗ lobung, zur Hochzeit aber lade ich mich ſelber ein und ſie wird alſo erſt nach meiner Rückkehr aus der neuen Welt, in die ich mich jetzt begebe, vollzogen werden können.

Wir wollen es unterlaſſen, den allgemeinen Freu⸗ denausbruch, der jetzt erfolgte, mit matter Feder zu ſchil⸗ dern. Nachdem das erſte Jauchzen vorüber war, erhob Eduard ſeine Stimme und rief:

Drei Ariag ader müſſen ihre Ausſtattung haben und die vierte, meine ſanfte Louiſe, kann die ihrige gleich mit beſorgen, damit ſie gerüſtet iſt, wenn der vom Him⸗ mel beſtimmte Bräutigam endlich kommt. Still! keine Widerrede. Hier iſt für Jede von Euch meine vorläufige

1