die Vermögensumſtände ſeines Bewohners aus ſeinem In⸗ halte herausleſen.
„Ich habe dieſen Wechſel für einen Beweis der Freundſchaft und des Vertrauens Mr. Bryns angeſehen und beide nie mehr in Anſpruch nehmen wollen, als ich bereits gethan.“
„Mein Herr, erlauben Sie mir zu bemerken, Sie haben dem Mr. Brown keinen Beweis Ihrer Freund⸗ ſchaft und Ihres Vertrauens damit gegeben, daß Sie dieſes Geſchenk nicht ſo annahmen, wie es gegeben war. Der Ausſteller deſſelben iſt ſehr betrübt geweſen, da der Wechſel nicht einging, was er beſtimmt gehofft und ge⸗ wollt hatte. Aber Sie brauchten vielleicht kein Geld. Wiſſen Sie, wie hoch dieſes Geſchenk ſich belief?“
Joſephſon ſpitzte die Ohren und ſah ſeinen Freund mit wachſendem Erſtaunen an. Dieſer entgegnete:
„Ich weiß es nicht, die Summe war ja nicht ge⸗ nannt.“—
„Nein, genannt war ſie nicht, aber dieſe Herren, die auf dieſem Blatte verzeichnet ſtehen, der Eine oder der Andere, waren angewieſrn— begreifen Sie— ſo groß war das Vertrauen Mr. Browns zu Ihnen, mein Herr, waren angewieſen, ſage ich, dem Vorzeiger dieſes hun⸗ derttauſend Thaler in laufendem Golde auszuzahlen.“
Joſephſon hatte zum erſten Male in ſeinem Leben die Sprache verloren, nur ſeine Augen und ſeine zittern⸗


