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„Das will ich Dir ſogleich ſagen, Du darfſt mich aber heute nicht mehr verlaſſen.“
„Dazu habe ich auch nicht die geringſte Luſt—“
„Verhalte Dich aber eine Stunde ruhig, ich habe etwas Nothwendiges zu leſen— iſt das geſchehen, ſo gehöre ich Dir. Da, lies—“
„Ich kann nicht leſen, ich habe zu denken.“
Eduard las, wie wir berichtet, und fand Nichts.
So war der dunkle Abend allmählig herangekom⸗ men. Frau Schwarzkopf brachte Lichte und heizte den Ofen noch einmal.
„Ich werde ſtark heizen,“ ſagte ſie,„wir haben ſechs⸗ 3 zehn Grad Kälte.“
„So viel?“ fragte Eduard.„Ich empfinde es gar nicht. Da ſieht man, wie die innere Wärme die äußere Kälte beſiegt“.
„Ich habe die Kälte wohl empfunden,“ erwiderte Joſephſon, als die Frau das Zimmer verlaſſen hatte, „denn ich hatte kein Holz mehr, und ſchon deshalb bleibe ich bis zum ſpäten Abend bei Dir, da Du noch beſſer damit verſehen biſt.
Sie ſetzten ſich.
„Wenn ich das bedenke, Wolf, wie wir früher gelebt haben, und jetzt— wir ſind doch recht herabgekommen.“
„Ja! Wir werden aber auch wieder hinaufkommen
— nur guten Muthes! 44


