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Nach einer Weile, in der Alle ſchwiegen, um den
beſanftigenden Thränenſtrom des alten Mannes nicht zu
unterbrechen, holte er tief Athem und ſagte mit viel lin⸗ derer SSchnuth in ſeinem Tone:
„Sie haben Recht— ich danke Ihnen— danke Ihnen viele tauſend Mal! Ich habe bei Weitem noch nicht Alles verloren, und meine Ehre wird ſich wieder reinwaſchen— laſſen Sie mich machen— mir bleiben noch Tauſende übrig— ich will Alles bezahlen— nur dieſer eine Gläubiger mit dem Herzen von Stein— hat mir das Herz gebrochen.“
„Und wer iſt dieſer Menſch ohne Barmherzigkeit?“
„Es iſt— es iſt— der Anwalt des Kammerge⸗ richtspräſidenten—*
„Ah!“—
Werfen wir einen Schleier über den Schluß dieſer ergreifenden Scene. Worte vermögen den Sinn der Gedanken doch nicht wiederzugeben, die durch Eduards Gehirn fuhren. Eduard ging aus dem Hauſe des Kaufmanns, nachdem er verſprochen, nach Tiſche wieder⸗ zukommen. Er ging zu Holzbrechers, fürchtend, hier eine ähnliche Scene zu finden. Aber er irrte ſich. Er fand Alles in der gewöhnlichſten Ruhe und Gemächlichkeit. Der Akademiker war ſchon aus ſeiner Werkſtalt in's Eß⸗ zimmer gekommen und erwartete, da er pünktlich um zwölf Uhr zu eſſen pflegte, mit dem vollſten Appetite ſein ge⸗


