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„Eduard Wollzagen!“ rief laut und feſt der zeitige
Beſitzer dieſes Namens.
„Banquerot! Banquerot!“ ſtöhnte der Banquier.
„Sie haben mein Zimmer, meinen Tiſch, meine Papiere
verſiegelt!“
„Wer, wer hat das gethan?*
„Ein Schuft von Gläubiger, dem ich nur eine Klei⸗ nigkeit ſchulde, während Andere mit Tauſenden ſich ruhig verhalten, ein doppelter Schuft, weil er nicht mit meinem Ehrenworte zufrieden war, mit meinem eigenen Hab und Gut in kurzer Friſt ſeine Anſprüche zu befriedigen— danken, auf meinen Knieen danken, muß ich ihm noch, daß er mich bei meinem Kinde läßt, mich nicht mit Schur⸗ ken, wie er ſelber iſt, einſperrt und zum Wahnſinn treibt.“
Eonand hatte keine Worte. Er ſtand, die Hände auf ſein hämmerndes Herz gedrückt, das Haupt hoch er⸗ hoben, die Bruſt in lauten Athemzügen bewegend, da.
Sein Athem keuchte— ſein Auge aber, vom ſchnell ar⸗ eitenden und erſtarkenden Geiſte ſchon wieder hell wer⸗
dend, flammte in fleckenloſer Reinheit auf— er näherte ſich dem Vater und der ihn mit leiſem Söhaner betrach⸗ tenden Tochter.
„Nun denn, Herr Ermeling,“ brachte er endlich
mühſam hervor,„dann ſind wir ja drei Leidende zuſam⸗
men. Oft ſchon hat ein kleines Leid ein großes gemildert — meine Sorgen werfe ich zu den Ihrigen.“


