Zweites Kapitel.
Die lebenden Bilder.
Joſephſon ſchwamm während der letzten Monate des lau⸗ fenden Jahres in einem Meere von Wonne. Alles ging
nach Wunſch und übertraf ſogar ſeine kühnſten Erwar⸗ tungen. Eduard hatte ihm eine getreue Schilderung des
bei Ermelings verlebten Abends entworfen und alle Ge⸗
ſpräche bis in's Kleinſte übertragen. Zwar hatte der
hoffnungsvolle Referendarius noch nicht das geringſte Wort über den Zuſtand ſeines Herzens gegen die ſchöne Tochter ſeines erhabenen Gönners fallen laſſen, allein er nahm an, ſeine nach allen Seiten gerichtete Aufmerkſamkeit und ſeine grenzenloſe Hingebung an Alles, was das präſident⸗
Sprache ſeiner geheimſten Wünſche ſein.
hetraf, würde eine hinreichend verſtändliche d doch irrte
er ſich in dieſem Punkte theilweiſe gewaltig. Was
die Tochter anbelangt, ſo hegte er freilich eine richtige


