Eduard ſenkte das Haupt.„Ich verſtehe Dich,“ flüſterte er,„und ich glaube, Du verſteheſt mich beſſer als ich ſelber. Nein! mag er ſein Glück genießen— ich will mir ſelbſt eine Zukunft gründen und einen Namen verſchaffen— und habe ich dieſe gefunden, dann will ich — ja, das will ich bei Gott, und Du wirſt es mir wohl geſtatten— zu ihm treten, und einfach ſagen: Du gewaltiger Mann, der Du biſt— ſiehe den kleinen Knaben, den Du vor ſo und ſo viel Jahren in das kalte Leben hinaus geſtoßen, dem Du ſeinen Namen, ſeinen Vater, ſeine Mutter geraubt haſt— ſiehe, hier iſt er,
und er kommt—“ 4 „Mein Sohn! mein Sohn!“ rief der Pfarrer, in Thränen ausbrechend und ſeine Arme öffnend.—„Ich
wußte es ja— Du biſt ja mein Schüler, mein dank⸗ barer Schüler geweſen— Du wandelſt die Wege des Gerechten und Mäßigen, darum ſegnet Dich auch der Herr der Heerſchaaren, der große Baumeiſter aller Welten— o, er ſegne Dich mit ſeiner Liebe— mit ſeiner Gnade!“
Und lange hielten ſich Vater und Sohn in inniger Umarmung umſchloſſen.—*


