Teil eines Werkes 
3. Theiles 1. Abt. (1852)
Entstehung
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was dieſe ganze Scene zu bedeuten habe, und bald die Mutter, bald die Tochter verwunderungsvoll anblickte.

In dieſem Augenblicke ertönte vom Garten her, von der ſtillen Abendluft geiſterhaft fortgetragen, ein leiſer Geſang, einer jener vierſtimmigen überirdiſchen Ausflüſſe menſchlichen Genie's, die jedes gefühlvolle Herz mit der Wonne göttlicher Ahnung erfüllen. Rührend, wehmüthig, ergreifend war der Geſang. Fugenartig wiederholten ſich die Worte, die, wie Eduard ſpäter erfuhr, die Um⸗ ſchreibung, die modulirte Durchführung des Wortes Will⸗ kommen waren.

Das iſt Felix und ſein Verein! flüſterte Eduard, und ſchlich ſich auf den Zehen an's Fenſter, aber Niemand war zu ſehen. Die noch mit Laub bedeckten Gebüſche verbargen die Sänger. Auch war die Dauer der Auf⸗ führung nur kurz, die dadurch herbeigeführte Wirkung aber um ſo ergreifender. Die leicht gerührte Frau Schwarzkopf, die ſchon in großer Bewegung war, fing gleich nach den erſten Toͤnen leiſe zu weinen an, und ſchon war der Geſang zu Ende, als ſie noch ihre Thränen zu trocknen fortfuhr. Eduard öffnete das Fenſter und hörte die Sänger leiſe durch das Nachbarhaus ſich ent⸗

fernen. Er trat von dem wieder geſchloſſenen Fenſter zurück, und in weicher Stimmung, mit bewegtem dank⸗ barem Herzen für den Liebesbeweis ſeiner treuen Freunde, ging er einige Male im Zimmer mit geſenktem Kopfe auf

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