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hat ſich mit einer ſeiner Geliebten ehelich verbunden, deren Sohn zum Thronfolger eingeſetzt, die erſtgeborenen, recht⸗ mäßigen Eigenthümer ſeiner einſtigen Hinterlaſſenſchaft aber verjagt und enterbt. Auf dem Bergſchloſſe feiert man jubelnd und tobend das Hochzeitsfeſt, man hört bei⸗ nahe die Paukenſchläge und die ſchmetternde Trompete. Bruder und Schweſter aber ſitzen in der tiefen Stille der Nacht, rachebrütend, lauſchend, die Stunde der Vergeltung beſchwörend, da. Die Schweſter, ſchön, das kannſt Du Dir denken, hält die Linke des grollenden Bruders, deſſen Rechte den Griff eines Dolches im Gürtel umfaßt, deſſen in ſich verſunkenes Auge die Hilfe in ſeinem arbeitenden Innern ſucht, da er ſie außerhalb nicht zu finden vermag. Die Schweſter wirft ſehnſuchtsvoll einen Blick nach den hellen Zinnen des Vaterſchloſſes empor, während ſie ſich liebevoll an ihren letzten Schützling, den ſtarken Bruder, anlehnt.“
„Du ſchilderſt es ganz gut, Wolf; von Adalberts Pinſel dargeſtellt, muß es ein Bild voll tiefer Wahrheit, grandioſer Schönheit, alſo von bedeutendem Effekt ſein.
Wo hat er den Stoff her? Ich kenne ihn nicht.“
„Da kommſt Du bei Lambeck ſchlecht weg, wenn Du bei ihm nach einem entlehnten Stoffe fragſt. Stoff von Außen giebt es bei ihm nicht, als höchſtens in der Natur; er ſagte mir, als ich ihn fragte, mit einem gefähr⸗


