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ſei. Er hatte den erhabenen, edeln, hilfskräftigen Geiſt des alten Mr. Brown noch nicht im kleinſten Theile richtig erkannt und gewürdigt; er ſah in ihm allein einen zwar liebenswürdigen und guten, aber nicht einen Mann, der auf der Höhe ſeines Zeitalters, ſeines Geſchlechtes und der vollkommenſten Menſchenliebe ſtand. Und doch war er das Alles und noch viel mehr, denn er hatte außer allen obigen Eigenſchaften noch eine höhere Bega⸗ bung von der Natur erhalten, er war nicht nur klug, einſichtsvoll, ſpeculativ— ſondern auch weiſe, ein Forſcher im Herzen des Menſchen, ein Wohlthäter nicht allein im Geben und Gewähren, ſondern ein Philoſoph und Phi⸗ lanthrop im weiteſten und gediegenſten Sinne des Worts.
Zwei Stunden hatte Eduard in Einſamkeit, Nach⸗
denken und Grübelei verſunken hingebracht, als er durch
die Töne eines Poſthorns aus ſeinen Träumen erweckt und aus der Erinnerung an die Vergangenheit zum Be⸗ wußtſein der Gegenwart verſetzt wurde. Er öffnete die Thür und ſah das Mädchen, welches wieder gelauſcht hatte, eilig davon laufen.„Komm ein Mal her!“ rief er. Sie lief aber nur um ſo ſchneller die Treppe hinunter, ſchickte jedoch alsbald einen Kellner hinauf. „Wie kann man am Beſten nach Kiel kommen?“
fragte er dieſen.
„’In einer Stunde wird die Poſt abgehen. Wollen Sie mit?“


