Teil eines Werkes 
3. Theiles 1. Abt. (1852)
Entstehung
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Unterdeß war es dunkel geworden. Die Luft, vor⸗ her ſo milde und ſtill, wurde etwas bewegter und der Fremde nahm ſeinen Plaid feſter zuſammen. Da kam der Neger und ſagte:

„Maſſa wird ſich erkälten— es iſt dunkel.“

„Ja, ja— dunkel iſt es!“ murmelte ſein Herr. „Gehen wir hinein. Aber noch Eins. Ich hoffe, wir werden uns morgen nicht gleich wieder trennen,“ wandte er ſich zu Eduard,„wie das hier alle Tage auf dieſem brei⸗ ten Lebenswege geſchieht. Alſo Sie gehen nach Straßburg? Ich wollte nach Baden, ehe ich nach Schweden gehe, wo ich Geſchäfte habe; wenn es Ihnen recht iſt, machen wir die Reiſe zuſammen. Ich will Sie, den jungen lebhaf⸗ ten Mann, freilich nicht beläſtigen. Gehen Sie Ihre Wege, ich werde die meinigen ſuchen, aber Abends tref⸗ fen wir uns zuſammen und ſcheiden ohne Abrede nicht von einander. Sind Sie mit meinem Vorſchlag zufrie⸗ den?“

„Ich bin es und dankbar zugleich; einen verſtändi⸗ gen Reiſegefährten habe ich mir ſehnlichſt gewünſcht und das Glück hat mir wohlgewollt.“

„So wollen wir es Beide nehmen. Schlagen Sie denn ein!“

Und er hielt Eduard ſeine Rechte hin, der, als er

ſie ergriff, eine äußerſt zarte, faſt weiblich gebildete Hand

fühlte. Einen Augenblick hielt der Fremde Eduards