— 23—
Der Neger wies die Zähne und ging bei Seite. In einigen Minuten legte das Schiff an der Brücke bei Bonn an. Eduard war einer der erſten, der das Schiff verließ. Unmittelbar hinter ihm folgte der Neger, einen kleinen ſchwarzen Koffer auf ſeiner breiten Schulter tra⸗ gend. Langſam ſchritt der ſchneehaarige Greis hinter ihm her. Mehrere Wagen aus den Gaſthöfen der Stadt ſtanden wie gewöhnlich an der Uferſtraße. Eduard las die Inſchriften und wußte nicht, welchen er wählen ſollte. „Maſſa, hier!“ rief der Neger,—„iſt der größte und ſchönſte!“ 3 Gleichgiltig nahm der junge Reiſende den Finger⸗ zeig an, einige Augenblicke ſaß er im Wagen und der alte Herr neben ihm, während der Mohr beim Kutſcher auf⸗ ſtieg. Nach einigen Minuten nahm ſie der Kellner in dem neuerbauten ſchönen Gaſthofe Bellevue in Empfang, führte ſie auf ihre Zimmer, die nebeneinander lagen, und fragte:„Ob die Herren frühſtücken wollten; auch im Garten, dem Siebengebirge gegenüber, ſei gedeckt,“ fügte er hinzu.


