Teil eines Werkes 
3. Theiles 1. Abt. (1852)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

an Höhe. Seine Schenkel hatten nicht die gekrümmte Form gewöhnlicher Negerbeine, ſondern ſtanden gerade,

ſchlank und feſt auf zwei mäßig großen Füßen. In den

Hüften war er ſchmal und geſchmeidig, in Bruſt und Schultern wie in den muskelreichen Armen lag ſeine größte, zumeiſt in die Augen ſpringende Kraft; ſein Ge⸗ ſicht und ſein Kopf aber hätte einen Jugurtha zieren können. An Farbe war er rein ſchwarz, aber ein bron⸗ zener Grund ſchimmerte unter ihr hervor, als wenn dieſer die wahre Hautdecke, und das glänzende Schwarz darüber nur ein Ueberzug von halbdurchſichtigem Pigment geweſen wäre. Seine Lippen waren kräftig, ſchwellend, aber bei Weitem nicht ſo entwickelt wie die vieler ſeiner Landsleute; blendend weiße Zähne traten bei jeder Mienenveränderung ſprechend bervor, ihnen konnte man ſchon aus der Ferne ſeinen Gruß anſehen, denn wenn er lächeln wollte, ließ er die perlartigen Zahnreihen glänzen. Die Naſe war zwar klein, aber nicht in die gewöhnliche Breite gezogen, kaum konnte man ſeine Naſenlöcher ſehen, die er jedoch in der Aufregung oder bei körperlicher Arbeit ſich blähen ließ, wie ein Spürhund, wenn er auf der Fährte des Wildes iſt. Seine großen kreisrunden Augen waren kohl⸗ ſchwarz, in einen dunkelrothen Glühſchein ſpielend, und ſchwammen beweglich in einem Meere vom glänzendſten weißen Perlmutter. Die Stirn war eſt und ernſt, die

Haare dicht, kraus, aber nicht allzu wollig. Was aber