Teil eines Werkes 
1. Theil (1852)
Entstehung
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Und er fiel dem betroffenen Manne um den Hals und weinte laut vor Freude und Wonne, daß er endlich in Vorten ausgeſprochen, was ihm ſchon lange das Herz bedrückt hatte.

Lange ſchwiegen Beide in gegenſeitiger Rührung. Dann begann der Vater:

„Aber Du haſt mir ja nie etwas davon geſagt?“

„Ich habe es mir ſelbſt nie geſagt; empfunden habe ich es allein auf dem Rabenſteine, in der Einſamkeit— die ſtille Natur hat es mir ſelbſt mit ihrem Wehen zuge⸗ flüſtert—

Und der Vater gewahrte mit innigſter Glückſeligkeit den poetiſchen Schwung des Jünglings, in dem mehr vom Dichter war, als er ſelber ahnte. Er lächelte ſtill vor ſich hin und ſagte:

„Du ſtudirſt alſo und zwar die Naturwiſſenſchaften. Das iſt abgemacht. Aber wie denn? Wie ſteht es dabei mit Rath und That? Du wollteſt ja die ganze Menſch⸗ heit beglücken!“

„Nicht die ganze Menſchheit, mein Vater, das kann wohl kein einzelner Menſch, und wäre er der größte, der beſte. Nur einen größeren Wirkungskreis wollt' ich ha⸗ ben. Den habe ich auch vor mir. Zuerſt ſtudire ich Medizin, da werde ich ein Arzt. Siehſt Du nun den Wirkungskreis! Siehſt Du nun ſchon Rath und That? — Wenn mir das aber ſelbſt nicht genügt, und ich auch

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