Teil eines Werkes 
1. Theil (1852)
Entstehung
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ſo ungern ich es betrachte, ſo muß es doch endlich geſche⸗ hen und es ſoll geſchehen. Die Sprache der Todten iſt nur eine todte Sprache und wir Lebendigen ſind allein die Herrſcher und Meiſter. Ich wenigſtens fürchte mich durchaus nicht vor der Stimme eines Menſchen, der da⸗ hingegangen iſt; ſeine Gedanken haben nichts Störendes für mich, ſeine Wünſche ſind eben die Wünſche eines Men⸗ ſchen, der nicht mehr iſt, und was nicht mehr iſt, kann mich das in Unruhe verſetzen?“— Er lächelte bitter. Dieſes Lächeln ſollte eine Ermuthigung für ihn ſein, ah! und es war nur ein Symptom ſeiner Schwäche und ſei⸗ ner fieberiſch aufgeregten Seele.

„Machen wir es auf,“ fuhr er fort, und ſeine zit⸗ ternde Hand hatte bald den Inhalt des Käſtchens heraus⸗ genommen, der aus Papieren, einzelnen Blättern, ver⸗ gelbten Papieren, und endlich einem Bunde größerer Bo⸗ gen beſtand. Alles überblickte er flüchtig, allmählig mehr und mehr erbleichend, bald aber wieder lächelnd. Dann erbrach er den Brief, den der Bote heute Morgen mit dem Knaben gebracht hatte, las ihn ſchnell und warf ihn ver⸗ ächtlich bei Seite. Seine Hand, wie ſein irrendes Auge wandte ſich wieder zu dem Inhalt des rothen Käſtchens; er durchlas noch ein Mal einige Blätter, dann warf er (auch dieſe zur Seite, ſtand wieder auf und begann ſeinen Gang durch das Zimmer, aber langſamer als vorher. Sein Geſicht nahm die Miene einer fein er