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er ſeine Blicke zu geeigneter Zeit hinter einer goldenen Brille zu verſchleiern verſtand. Im Ganzen jedoch ſah
2 man, an der Kleidung ſowohl wie an ſeinem Weſen auf 4 den erſten Blick, daß der Juſtizrath Ramkau, wenn auch 1 kein guter, doch gewiß ein feiner Mann war, der durch
Haltung und Benehmen ſeiner Stellung und ſeinen Kenntniſſen den gehörigen Nachdruck zu geben wußte.
Das Zimmer, in welches wir unſerm neuen Bekann⸗ ten jetzt folgen, war dem Aeußeren ſeines Bewohners an⸗ gemeſſen. Sämmtliche Möbel waren von ſchöner, moder⸗ ner Mahagoniarbeit; ein weiches Sopha, ein edel ge⸗ ſchnitzter engliſcher Seſſel, beide mit rothem Plüſch über⸗ zogen, ein großer, aufrechtſtehender Schreibtiſch, ein reich⸗ beſetzter Bücherſchrank, einige werthvolle alte Kupfer⸗ ſtiche an den Wänden, ein warmer Fußteppich, und end⸗ lich ein glänzender, behagliche Wärmeſtrahlen aus⸗ hauchender Porzellanofen machten das nach der Chur⸗ fürſtenſtraße hinausliegende Zimmer ſo wohnlich, wie es die ausgeſuchteſte Bequemlichkeit für einen Gelehrten und Genußmenſchen— denn Beides war der Juſtizrath in gleichem Grade— nur verlangen kann.
Einen Augenblick nach dem Eintreten des eben Ge⸗ ſchilderten ſchien ſeine vorher frohe Laune ſchon halb er⸗ loſchen zu ſein. Sein Geſicht zog ſich in engere Vanan auſammen, und er murmelte mehr als er ſprach:
Der Inſellönig. 1


