Teil eines Werkes 
3. Theil (1859)
Entstehung
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dem hier als Componiſten eine Huldigung dargebracht ward, auch als Virtuoſe mächtig betroffen; ſeine blei⸗ ¹chen Wangen färbten ſich und er hing mit verwun⸗ derten Mienen an den ſich immer mehr belebenden Geſichtszügen der Spielerin.

Maachel war fertig, ließ die Hände ſinken und Hlicte fragend den Künſtler an, der ſeinerſeits den Kopf auf die Bruſt geneigt hatte und gar nicht zu öoren ſchien, daß ſeine Compoſition zu Ende geſpielt war.

Dadurch entſtand eine für Mrs. Baxton etwas unheimliche und ſelbſt für Rachel nicht angenehme Pauſe, bis der Concertmeiſter plötzlich ſein Haupt erhob, einen tiefen Seufzer ausſtieß und, ſein Auge gegen Rachel aufſchlagend, mit einer Liu Wehmuth ſagte:Ich danke Ihnen!

Hat mein Vortrag Ihres ſchönen und graziöſen Werkes nicht Ihren Beifall? fragte Rachel einfach aber erwartungsvoll.

Der Virtuos lächelte beinahe ſchmerzlich.Meinen Beifall! ſagte er.O, wie Sie dieſe meine liebſte

Alrbeit geſpielt, habe ich ſie noch nie gehört, ſie tritt mir faſt wie eine fremde vor die Seele wo und von Wem, mein Fräulein, haben Sie Muſikunterricht erhalten?