Teil eines Werkes 
2. Theil (1859)
Entstehung
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2 7 zeugt, daß es allein von dieſem— dieſem hochmüthi⸗ gen Narren, dem Herrn Sohn, in die Familie meines Bruders geſchmuggelt iſt, um ihm ein Kuckucksei in die Wirthſchaft zu legen. Gieb Acht, was kommt, Urſel, ich habe ein prickelndes Vorgefühl in den Fin⸗ gerſpitzen, daß nicht Alles ſo gut endet, wie es ange⸗ fangen hat— wer weiß, was wir bald erleben und wer dann Recht behalten wird.“

Dieſes Recht aber ſollte ſo bald wenigſtens noch nicht auf die Seite der alten Jungfern treten und der 4 erſehnte Blitzſtrahl ſollte noch auf lange Zeit die Fa⸗ milie in Brenkowitz verſchonen, ja ſelbſt dann, als er herabfiel, ſollte er nicht allein Die zermalmen, die Si⸗ 4 bylle an jedem Tage zehnmal verwünſchte, ſondern— doch ſchreiten wir unſrer Erzählung nicht vor,— bald genug werden wir an einen Wendepunkt derſelben ge⸗ langt ſein, der uns belehren wird, daß ein leichtes Ungewitter, freilich zuerſt mit Sonnenſchein gepaart,

am Horizonte unſrer Freunde langſam heraufzog. Am glücklichſten von allen im Schloſſe Lebenden fühlte ſich außer Joſeph Sohn unzweifelhaft Rachel. Denn ſie war jetzt nicht allein bei ihrem verehrten und geliebten Erzieher, ſie trieb nicht nur nach Her⸗ zensluſt mit ihm Muſik und ſchritt alle Tage auf der betretenen Bahn weiter vor, ſondern ſie lebte und