Teil eines Werkes 
1. Theil (1859)
Entstehung
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dargeſtellt, in Wirklichkeit auch in der Nähe zu betrach⸗ ten und zu prüfen. Hierdurch geſchah es, daß er, der Gegend völlig unkundig, in kurzer Zeit vom Haupt⸗ wege weit abkam und, einmal erſt die Richtung ver⸗ lieren, hieß in dieſer öden Fels⸗ und Waldgegend ſie niemals wiederfinden. Aber was verſchlug ihm das? So lange er noch einen betretenen Pfad vor ſich ſah, mußte dieſer Pfad doch endlich einmal auf einen grö⸗ ßeren Weg, nach einem Dorfe, auf ein Haus zu füh⸗ ren, und wo Dörfer und Häuſer ſind, da muß es auch Menſchen geben, die einen verirrten Wanderer zurechtweiſen können. Allein weder die erwarteten Dörfer, noch die Häuſer, noch auch die Menſchen lie⸗ ßen ſich blicken, eine vollkommene Oede lag rings um ihn ausgebreitet, und nur das Rauſchen der Blätter, durch die der Abendwind ſtrich, und das Geſchrei eines Waldvogels, der ſein Neſt ſuchte, ließ ſich im weiten

Umkreiſe vernehmen. Endlich aber, jedoch nicht eher,

als bis der Nachmittag ſchon längſt dem Abend ge⸗ wichen war und die Bäume tiefere Schatten über die Pfade warfen, die nur noch ſchwer zu erkennen ma⸗

ren, ließen ſich in der Ferne Menſchenſtimmen hören.

Mit geſchwinderem Tritte ging ihnen der verirrte Wan⸗ derer entgegen, ſchon innerlich im jugendlichen Ueber⸗ muthe triumphirend, daß ſeine Hoffnung nun doch noch