Teil eines Werkes 
1. Theil (1859)
Entstehung
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ſeiner vorigen Bläue war nirgends mehr eine Spur zu entdecken, an ihre Stelle war ein grauſchwarzes Wolkenungethüm getreten, das ſeine Schleuſen öffnete und den eiskalten Regen in Strömen herniederfallen ließ. Der voranſchreitende Diener hatte jeder Dame einen Schirm gebracht, und auch die, welche den Schim⸗ mel ritt, hatte den ihrigen empfangen. So war ſie wenigſtens einigermaßen geſchützt. Aber ihr Führer? Ihn traf nicht allein das Waſſer, was aus den Wol⸗ ken hernieder goß, ſondern auch das, welches von dem Schirme ſeines Schützlings herabrieſelte.

Sie werden ſehr naß, redete ihn dieſelbe an, und haben noch dazu den kleinen Hund zu tragen. Wollen ſie mir ihn nicht geben, ich habe die linke Hand frei, da Sie die Zügel führen.

Gewiß nicht; Sie werden bald beide Hände ge⸗ brauchen, um den Schirm und ſich ſelbſt auf dem Pferde zu halten. Der Sturm iſt erſt im Anzuge.. Kaum hatte er es geſagt, ſo folgte ſeinen Worten die Erfüllung. Ein orkanartiges Ungewitter braech über die unglücklichen Reiſenden herein. Noch dazu war man gerade an die wilde Felsparthie gelangt, elche ſich der ſchmale Weg nach dem kleinen derge in Schneckenwindungen hinaufquält. II Strömen floß das Waſſer dieſen Weg herab,

Be