Teil eines Werkes 
4. Theil (1856)
Entstehung
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ſtiller Freude das ſchönſte der menſchlichen Feſte mit, welches jetzt in Andreashof begangen wurde.

Die alten Freunde waren wieder nach Schleswig zurückgekehrt, wo ſie ſo lange zu leben gewohnt wa⸗ ren, und die Familie Andreas Burns' war wieder allein und für ſich. Sie pflogen wenig Umgang mit den Nachbarn, Alle aber, die ſie nach und nach kennen lernten, lernten ſie auch lieben, denn ſie zeigten ſich der Liebe ihrer Nachbarn werth. So leben ſie noch heute in ungetrübtem Familienglück zuſammen, wie ſelten eine Familie, denn ihr Glück iſt durch das Un⸗ glück geläutert, und jenes iſt größer und reiner, wenn

es durch die Pforten dieſes gegangen iſt. . Aber wie? iſt Andreas wirklich glücklich, da er von ſeinem über Alles geliebten Vaterlande getrennt leben muß? Ach, wer hat je in die Bruſt jener von der Natur mit eiſernem Harniſch gepanzerten Männer geſchaut, die ein trauriges Geſchick, wie ſelten eins auf Erden, von ihrer Muttererde vertrieben hat! Ernſt und bedächtig ſchreiten ſie durch das Leben; ſie em⸗ pfangen die Gaben Gottes mit ergebenem Herzen, aber mit ſtummer Lippe, denn es iſt ihnen nicht ge⸗ geben, Alles in Worte zu kleiden, was in ihren Her⸗