Teil eines Werkes 
4. Theil (1856)
Entstehung
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Du in blinder Selbſtgefälligkeit Dir einbildeſt, ſon⸗ dern es hat Dir geholfen, um das deutſche Volk nicht größer und mächtiger werden zu laſſen, als es ſchon iſt, denn immer fürchten ſie noch den Rieſen Euro⸗ pa's, obwohl ſie ihn in hundert Theile zerſpalten haben.

Und wofür haſt Du, mein Vaterland, gefochten, mit dem Worte und dem Schwerte? Wozu haſt Du Deine Kinder in die Schlacht geführt und die vielen Tropfen ihres edlen Blutes vergoſſen? Für nichts, als für eine Hoffnung, die vielleicht erſt in ſpäter Zukunft ihre Blumen entfalten und die lange ge⸗ reifte Frucht tragen wird. Dänemark hält ſeinen Fuß noch immer wie ſonſt feſt auf Deinem Nacken. Sein Danebrog flattert triumphirend auf Deinen deutſchen Meeren ſeine Zunge flucht vor wie nach der deutſchen Sprache ſeine Knechte zeigen mit Fingern auf die Kinder der Deutſchen und ſagen laut auf offener Straße: da geht ein deutſcher Hund! O Deutſchland, theures, edles, großes Vaterland! Wende ab von jenem Lande der Bedrückung und Niederlage Deinen Blick und wiſche die Thränen aus Deinem Auge, die täglich aus Deinem Herzen herauf⸗ quellen. Du haſt es wohlgewollt mit Deinen Brü⸗ dern im Norden, aber Deine Stimme war zu ſchwach,