Geſchickes nothwendig in ihm hervorrufen mußte. Geraumer Zeit aber bedurfte es, ehe er ſich vollkom⸗ men in die neue Lage der Dinge finden konnte. Als hätte er nie dergleichen Luxusgegenſtände, wofür er, ſeinen bisherigen Beſchränkungen im Kerker gegen⸗ über, ein weiches, reinüberzogenes Bett, eine bren⸗ nende Lampe und verſchiedene andere Kleinigkeiten nebſt guten Speiſen und Weinen hielt, beſeſſen oder genoſſen, ſo betrachtete und betaſtete er jedes Einzelne wiederholt, und als er ſich dann wieder die theilneh⸗ mende Miene, die herzliche Freundlichkeit der ſchönen Freundin und ihres Oheims in die Erinnerung zu⸗ rückrief, bewegte eine ſanfte Rührung ſein Herz— und trotz ſeiner Einſchließung fühlte er ſich verhältniß⸗ mäßig glücklicher, als er ſich je in der Freiheit ſeines früheren Lebens gefühlt zu haben glaubte. Die fie⸗ berhafte Aufregung, der innerliche und äußerliche Froſt, ſo wie das Gefühl der gränzenloſen Bitterkeit gegen ſeine Peiniger war aus ſeinem Körper und ſeinem Geiſte verſchwunden und hatte einer behaglichen, ru⸗ higen Ueberlegung Platz gemacht, die darauf hinaus⸗ lief, daß des unglücklichen Menſchen Loos noch im⸗ mer einzelne Licht⸗ und Glanzpunkte darbiete, um das ſonſt ſo karge Leben der Mühe und der Ertra⸗ gung ſeiner Leiden werth zu finden. Raſch verflog
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