Teil eines Werkes 
3. Theil (1856)
Entstehung
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ihr der Stabsoffizier aus eigenem Antriebe mitgege⸗ ben und dem Süden zufuhr. Der zerſtörten Stadt wegen und weil die Brücke davor nicht zu paſſiren war, mußte ſie einen großen Umweg machen, denn anſtatt ſich ſogleich von Kolding nach Chriſtiansfelde zu begeben, ſchlug Hans Blachmann den Weg über Wanderup, Oedies und Frörup ein. Hier erſt, nach⸗ dem ſie die grundlos ſandigen Wege jener traurigen Gegend überwunden, gelangten ſie auf die Straße nach Chriſtiansfelde, wo der Dragoner ſie verließ, um nach Kolding zurückzukehren, denn von jetzt an war keine Störung der Reiſe mehr zu befürchten. Zum

raſchen Laufe trieb jetzt Hans Blachmann ſeine mun⸗

teren Pferde an, die lange genug Ruhe gehabt hat⸗ ten, um den etwas ſtarken Marſch nach Hauſe in einem Tage zurückzulegen, und nachdem Helene in Hadersleben eine Stunde bei derſelben Familie ſich aufgehalten hatte, die ſie auf ihrer Hinreiſe ſo gaſt⸗ freundlich empfangen, rollte ſie, von neuer Sehnſucht ihr Herz ſchlagen fühlend, dem lieben Emmerslund entgegen, welches ſie auch beim letzten Strahle der ſcheidenden Sonne glücklich und wohlbehalten erreichte. Ende des dritten Theils.

Druck von Philipp Reclam jun. in Leipzig.