Teil eines Werkes 
3. Theil (1856)
Entstehung
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überall in dem beweglichen Menſchengemüthe wech⸗ ſeln, hatten ſie zum Theile die Prüfungen des letzten Sommers vergeſſen und wandten ihren Sinn ſchon wieder auf den kommenden Frühling hin.

Von den Einfällen der jütiſchen Freiſchaaren hat⸗ ten ſie diesmal nichts zu fürchten gehabt, denn meh⸗ rere Abtheilungen der ſchleswig⸗holſteiniſchen Armee ſtanden im Norden und Oſten und ließen die räube⸗ riſchen Horden nicht heran; dafür aber gab es bis⸗ weilen Einquartierungen und dieſe wurden ſtets mit Freuden empfangen und mit Bedauern wieder entlaſ⸗ ſen, denn die Anweſenheit patriotiſch geſinnter Men⸗ ſchen übte einen überaus wohlthätigen Einfluß auf die Familie aus, die darüber ihre perſönlichen Sor⸗ gen vergaß, welche noch von Zeit zu Zeit am Hori⸗ zonte ihres Lebens wie wetterdrohende Wolken vor⸗ überflogen.

Was aber Allen ein neues und großes Vergnü⸗ gen gewährte, das war der unausgeſetzt fortlaufende Briefwechſel mit Henrik, den jetzt keine äußere Stö⸗ rung unterbrach, da die Poſten wieder hergeſtellt und der Verkehr zwiſchen den Herzogthümern ſelbſt durch Nichts gefährdet war. So blieb denn Andreas ſtets mit dem Neueſten in Verbindung; Henrik theilte mit, was er mittheilen durfte, und die einſamen Bewoh⸗