Teil eines Werkes 
3. Theil (1856)
Entstehung
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können, mit Gewalt erzwingen undwenn ein ruhiger Beurtheiler ſich heut zu Tage wundern mag, ſagt ein geiſtreicher Staatsmann*),daß Dänemark den Krieg ſo lange hat fortſetzen können, daß das Miniſterium den Malmöer Wafeenſtillſtand unerfüllt gelaſſen und gekündigt hat, daß es fortwährend an ſeinen übertriebenen Forderungen feſthielt, ſo iſt das, nachdem Dänemark einmal die Gränzen des Rechts und der Politik überſchritten hatte, mehr der Lauheit, mit welcher der Krieg von deutſcher Seite geführt

worden und der damaligen Schwäche der deutſchen

Cabinete, als dem Uebermuthe der Dänen zuzuſchrei⸗ ben, denn nach den bisherigen Erfahrungen darf man ſich nicht wundern, wenn das däniſche Miniſterium die Anſicht gewonnen hat, daß es allen Niederlagen ſeiner Truppen ungeachtet den deutſchen Regierungen durch Drohungen mit ruſſiſcher, engliſcher und ſogar franzöſiſcher Hülfe imponiren kann.

So begann denn am 27. März wiederum die Blokade aller Häfen der Herzogthümer. Im nörd⸗ lichen Schleswig fingen zuerſt die alten Raubzüge

*) Siehe: Einige Worte zur Verſtändigung über den

Krieg mit Dänemark. Von einem norddeutſchen Staatsmanne. Berlin 1849. B