Teil eines Werkes 
3. Theil (1856)
Entstehung
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in die Herzogthümer einrücken, deren Oberbefehl der preußiſche General von Prittwitz übernahm.

Aber nicht die Deutſchen allein waren zum Kriege gerüſtet, auch die Dänen hatten alle Kräfte aufgebo⸗ ten, diesmal ſo ſtark wie noch nie auf den Kampf⸗ platz zu treten, und namentlich auf die Ausrüſtung ihrer großen Schiffe, beinahe ihre Kräfte erſchöpfend, hatten ſie ungeheure Mittel verwandt, um mit eini⸗ gen gewaltigen und wohlberechneten Schlägen den Feind mit einem Male niederzuſchmettern. So zeigte ſich ein noch größerer Ernſt auf beiden Seiten, als im vorigen Jahre, und wenn die Erbitterung, womit die Schläge geführt wurden, die beiderſeitige Hart⸗ näckigkeit, der Groll, der Haß ſich diesmal in allen Unternehmungen auf eine ſchlagendere Art kundthat als früher, ſo trug die bisher verlorene Zeit und Mühe ebenſowohl das Ihrige dazu bei, wie der Um⸗ ſtand, daß keine Partei einen entſcheidenden Sieg da⸗ von getragen hatte, was immer ein bitterer Stachel zu geſtählterer Anſtrengung iſt. Eine vernünftige Beurtheilung der Sachlage von Seiten Dänemark's herbeizuführen, ſo viel Mühe man ſich auch allſeitig dazu gegeben, war nicht möglich geweſen. Einmal im Fortſturze ihres ungerechten Eigendünkels begriffen,

wolten ſie, was ſie mit Liſt nicht hatten erreichen