Teil eines Werkes 
2. Theil (1856)
Entstehung
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Nein, nein, mein lieber Freund, ich habe gar keine Beſorgniß. Gott hat mich ſchon einmal ſo wunderbar beſchützt und mir dadurch bewieſen, daß er über mich wacht. Ich muß ihm ſchon deshalb mein Vertrauen ganz beſonders ſchenken. Meinem Schick⸗ ſale, wie und wo es mir auch vorbehalten ſein mag,

kann ich nirgends entrinnen, und Altona nein,

nein, nein! O, wenn Sie die traurigen Erinnerungen wüßten, die mich dort verfolgen und ſie wandte das Geſicht ab, hielt die Hände davor und ſchauerte entſetzt zuſammen.

Ruhig, Helene, ruhig ich ſchweige ja ſchon. Bleiben Sie und Gott behüte Sie, das iſt mein in⸗ nigſter Wunſch.

Ich danke, Henrik. Ach! Auch von Andreas Fa⸗ milie mag ich mich nicht mehr trennen, es iſt mir dort oben ſo wohl, wie ehemals im väterlichen Hauſe dort allein habe ich jetzt Vater, Mutter, Geſchwi⸗ ſter, Freunde, die mich lieben und die ich wieder liebe. Auch verknüpft uns ſchon das innige Band gemein⸗ ſam getragenen Mißgeſchicks und das hält feſt, mein Freund.

Gewiß thut es das. Doch, Helene, der Morgen verſtreicht, ich muß zu den Seeleuten. Darf ich Sie nachher abholen und nach Emmerslund begleiten?