Teil eines Werkes 
2. Theil (1856)
Entstehung
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hatte es daher nach dem Meere gewendet, um nicht über dieſen ſeltſamen inneren Vorgang ertappt zu werden. Endlich aber hatte er ſich ſo weit gefaßt, daß er ſein Auge wieder auf ſeine Begleiterin richten konnte, aber da war er nicht weniger überraſcht, als vorher, denn ein roſiges, wonniges Lächeln, wie er es nie an ihr geſehen, überſtrahlte ihr ganzes Geſicht; ihre Finger bebten, als ſie das theure Buch umſchlan⸗ gen, und ſie heftete einen ſo feurig dankbaren Blick auf den erſtaunten Mann, daß er beinahe ſeine müh⸗ ſam errungene Faſſung nochmals verloren hätte.

Leſen Sie, ſagte er,ja, leſen Sie erſt, und wenn Sie den zweiten Theil eben ſo gut finden, wie den erſten, ſo will ich Ihnen den Verfaſſer nennen.

Wie? Sie kennen ihn? Heraus mit dem Namen!

Nein, Helene, noch nicht! Noch darf ich es nicht; aber Sie ſollen die Erſte ſein, die ihn erfährt. Es waltet ein kleines Geheimniß über dieſen Verfaſſer. Der Buchhändler hat ihm einen Schwur geleiſtet, nie ſeinen Namen ohne ſeine Billigung zu nennen, und der Verfaſſer hat dem Buchhändler daſſelbe ver⸗ ſprochen, damit nicht etwa durch ſeine eigene Schuld der ehrliche Mann in Verlegenheit gerathe.