Teil eines Werkes 
2. Theil (1856)
Entstehung
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über war, ſtiegen Helene und Henrik den Berg hinab, um längs des Strandes nach dem Epheuhauſe zu wandeln, wo Erſtere dem Freunde die Spuren der Verwüſtung, welche die feindlichen Kugeln zurückge⸗ laſſen, zeigen, und Henrik den alten Capitainen ſeinen Morgengruß bieten wollte, die bereits emſig mit der Ausbeſſerung ihrer Wohnungen beſchäftigt waren. Ein herrlicher Julimorgen lag glanzvoll auf See und Land, und da es ſeit langer Zeit das erſte Mal

ar, daß Henrik die Heimat unter ſo freundlichem Lichte, in ſo ſchöner Jahreszeit und bei ſo lieblicher Begleitung ſah, ſo erſchien ſie ihm reizender denn je. Nachdem ſie unten am Strande und auf der Inſel die zerknickten und zerſplitterten Bäume betrachtet,

welche die Granaten der Dänen getroffen hatten,

ſchritten ſie am Ufer langſam nach dem Epheuhauſe fort, in traulichem Geſpräche dies und das berührend, was während Henrik's Abweſenheit auf dem Berge vorgefallen war.

Nachdem Helene ſo die Morgenfahrt Agathens

erzählt, welche dieſe nach dem Schlachtfelde von Hop⸗

trup heimlich unternommen, und ihren ganzen Bei⸗ fall über dieſe edle Frauenthat ausgeſprochen hatte, wandte ſich das Geſpräch von ſelbſt auf Friedrich

und Agathen hin und Henrik fragte, was eigentlich

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