Teil eines Werkes 
2. Theil (1856)
Entstehung
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Morgen; kaum hatte er eine halbe Stunde geweht, ſo zog er ſich nach Süden, ſprang dann bald darauf wieder nach Oſten um und blies endlich leiſe aus Südoſt, wo er ſo ziemlich den Tag über blieb. Je⸗ mehr er aber in dieſer Richtung wehte, um ſo deut⸗ licher wurde der dumpfe Kanonendonner, ſo daß in einzelnen Momenten ſogar der krachende Lärm an verſchiedenen Stellen gehört werden konnte.

Sie beißen an hol's der Henker! brummte der alte Seemann in ſich hinein und ſchwenkte ſeinen Hut wie zum anfeuernden Gruße in die Richtung hinüber, woher der ſchauerliche Schall kam. Plötzlich aber und wie aus Inſtinkt drehte er ſich links, dem Meere zu, und da faßte ſein ſchnelles Auge einen Gegenſtand auf, der, obgleich er ſich ſchweigend ver⸗ hielt, ihn aus alter Gewohnheit noch mehr feſeelte. Demn nicht allein nahm er den reiner gewordenen orzoont wahr, ſondern er erblickte auch das däniſche Wachtſchiff, welches ſeit einigen Tagen auf der Höhe von Warnitz⸗Kopf lag und den Buſen von Apenrade zugleich mit dem Eingange des Alſener Sundes be⸗ wachte. Das Bugſpriet dem Lande zugekehrt ſchau⸗ kelte ſich der Schooner Neptun, denn er war es ohne Zweifel, auf den Wellen an ſeinen Ankern. Aber der Neptun war in dem Augenblicke, als Capitain