Teil eines Werkes 
2. Theil (1856)
Entstehung
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Allmälig jedoch ſenkten ſich die Nebel des Meeres,

kurze Wanderung an. Friſch umſauſte ihn der Mor⸗ genwind auf der Höhe, als er den Horizont zuerſt mit bloßen Augen muſterte, aber ein feiner Sprühregen, der ſich wie ein dünner Schleier vor die Ferne breitete, verſchloß ihm die Ausſicht, und nur die nächſte Um⸗ gebung und kaum das jenſeitige Ufer der Meeresbucht vermochte er in ihren oberflächlichen Umriſſen zu erkennen. Was das rauhe Frühlingswetter betraf, ſo konnte es dem abgehärteten Manne nichts anhaben, an ſolcherlei Mißgeſchick war er gründlich gewöhnt, er beachtete es daher ſehr wenig und hätte es vielleicht kaum bemerkt, wenn ſeine Forſchung dadurch nicht behindert worden wäre. Aber ſo ſcharf ſeine Augen 4 und Ohren auch waren, er konnte nicht die geringſte Erſcheinung oder Bewegung in der Nähe wahrnehmen.

ein gelinder Oſtwind erhob ſich und fegte den leichten Regen fort, der langſam gegen Weſten zog und nur die Gegend um Apenrade noch in einen matten Wolkendunſt hüllte. Da war es dem aufmerkſamen Lauſcher, als ob durch dieſen Wolkendunſt hindurch ein ferner dumpfer Hall an ſein Ohr ſchlüge. Er 8 horchte genauer hin, und er hatte ſich nicht ge⸗ täuſcht. Raſcher auf einander folgten allmälig die Schläge und es war endlich nicht mehr zu verkennen,