Teil eines Werkes 
1. Theil (1856)
Entstehung
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feindliche Horden in die Nähe kommen, nach Emmers⸗ lund gehen und da oben wohnen, und da habe ich, denke ich, Freunde und Beſchützer genug.

Daß es ſo ſei, wie Sie ſagen! Ich ſehe, Sie ſind feſt entſchloſſen. Gut. Aber ich ſehe Sie ungern hier zurückbleiben und wüßte Sie lieber im Schutze einer ſicheren und von gar keiner Kriegsgefahr bedroh⸗ ten Stadt.

Nein, Henrik, nein, ich bin Ihre Landsmännin! Denken Sie nicht ſchlechter von mir, als ich von Ih⸗ nen denke. Auch Sie begeben ſich in Gefahr, um Ihre Pflicht zu erfüllen. Meine Pflicht hält mich hier in meiner Heimat feſt. Verwandte habe ich nicht in Deutſchland, die ich dadurch in Unruhe ſetze, daß ich hier bleibe, und meine wenigen Freunde, wozu ja auch Sie gehören, werden mir ſchon die Laune ge⸗ ſtatten, eine kleine Gefahr, wenn ſie kommt, mit ih⸗ nen zu theilen. Aber jetzt laſſen Sie uns von et⸗ was Anderem ſprechen. Ich habe Ihren Beſuch er⸗ wartet, Henrik, und knüpfe eine Bitte daran. Sie wiſſen, daß ich ein beträchtliches Vermögen beſitze und daß ich darüber nach Belieben verfügen kann. Eine Seltenheit für eine einſame Frau. Ich bin nun mit mir zu Rathe gegangen und habe mich entſchloſſen, einen Theil meiner Werthpapiere der proviſoriſchen 24*