Teil eines Werkes 
1. Theil (1856)
Entstehung
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Haben Sie auch wohl reiflich überlegt, in welcher mißlichen Lage Sie ſich hier am offenen Strande des Meeres, ſo nahe dem kreuzenden Feinde, entfernt von aller ſchützenden Hülfe befinden? Sollten Sie es nicht vorziehen, nach Altona oder wo anders hin zu gehen und dort den Ausgang der Dinge zu er⸗ warten?

Nach Altona, Henrik? Das ſagen Sie mir? Nein, mein Freund, ich gehe weder nach Altona, noch anders wohin. Hier will ich bleiben, wohin ich mich ſo viele Jahre meines vergangenen Lebens vergeblich geſehnt habe und wo ich endlich in den Hafen der Ruhe eingelaufen bin. Muß ich auch hier leiden und Schmerzen ertragen, ſo werden ſie nicht ſchwerer auf meine Schultern fallen als anderswo, und welches Schickſal mich hier erreichen möge, ich habe es mir freiwillig auferlegt. Das iſt ein großer Troſt, Henrik⸗ und ich bin ſtolz darauf, daß er aus meinem eigenen Entſchluſſe hervorgegangen. Ruhig, mein Freund,

kämpfen auch Sie nicht gegen mich an es iſt Al⸗

les vergeblich. Und was ſollte ich hier Beſonderes zu fürchten haben? Führen die Dänen mit Weibern

Krieg? Sollten ſie das kleine Beſitzthum, welches ich

hier um mich niedergelegt, plündern wollen? Nein, das befürchte ich nicht. Auch kann ich ja, wenn