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in köſtlichen Rahmen vor ſeine Seele ſtellt, und wie unerwartet ſchnell ſchwinden ſeine begründetſten Hoff⸗ nungen in Schaum und Luftgebilde hin! Sehen Sie, als ich neulich kam, Sie zu begrüßen, da hatte ich mir den nahenden Sommer als eine fortlaufende Kette ſüßer Erlebniſſe vorgeſtellt, und nun— noch iſt das Grün der Bäume nicht einmal ſeiner Winterhaft ent⸗ ſchlüpft, da iſt ſchon die ganze ſchöne Hoffnung und Vorſtellung in Nichts zerronnen. O wie kurz war die Freude, Helene, und wie langwird der Schmerz ſein!“
Das ſchöne Weib wandte ihr blitzendes Auge ei⸗ nigermaßen fragend auf den dieſe Worte Sprechenden. Es lag eine eigenthümliche Weiche, ein zärtliches Schmachten in ſeiner Stimme, ſeinen Mienen, die ſie noch nie an ihm wahrgenommen hatte. Aber ſie faßte ſich ſchnell und ſich auf das Sopha niederlaſſend, während Henrik einen Seſſel davor einnahm, erwiderte ſie, indem ſie dem Geſpräche eine Wendung gab, die von Henrik vielleicht nicht ſo raſch erwartet war:„Ja, mein Freund, Sie haben Recht. Wie lang wird der Schmerz der trüben Zeit ſein, in der wir leben! Neu⸗ lich, obwohl in einiger Unruhe, hatten wir doch noch den heimatlichen Frieden, heute ſind wir ſchon mitten im Kriege und wer weiß, wo wir morgen ſein werden!“ „Der Krieg wird nicht ewig dauern, Helene; der


