Teil eines Werkes 
1. Theil (1856)
Entstehung
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rung der feindlichen Schiffe vorzunehmen, und ſie gab

dem Scheidenden, als er bald darauf ging, ihre heiße⸗

ſten Segenswünſche unter einem Strome von Thrä⸗ nen mit.

Helene hatte Henrik in das Haus treten ſehen, war alſo auf ſeinen Empfang vorbereitet. Zwar be⸗ fand ſie ſich noch in ihrem ſchwarztaffetnen Morgen⸗ kleide und ihr glänzendes Haar war noch unter einem kleinen Spitzenhäubchen verborgen, aber die Schönheit dieſer wunderbaren Frau war, für Henrik wenigſtens, von einer ſo ſeltenen Art, daß ſie in der Tracht im⸗ mer am ſchönſten erſchien, in welcher man ſie gerade ſah, was wohl darin allein ſeinen Grund haben mochte, daß Kleider und Putz ihre Geſtalt nicht voll⸗ kommener und ihr Geſicht nicht ſchöner zu machen im Stande waren, als ſie die Natur gebildet hatte.

Kaum hatte Henrik die oberſte Treppenſtufe erſtie⸗ gen, ſo öffnete Helene wie damals ihre Thür, die ſie ſogleich wieder hinter dem Eintretenden ſchloß. Henrik blickte ſich rings in dem duftenden Zimmer um, als wolle er ſeinen behaglichen Inhalt ſich um ſo feſter einprägen, da er ſo frühe davon ſcheiden mußte. Endlich, nachdem er der Freundin die Hand gereicht, ſagte er:Guten Morgen, Helene. Wie trugvoll ſind doch die Bilder, welche die Phantaſie des Menſchen