Teil eines Werkes 
1. Theil (1856)
Entstehung
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bis er das Süderthor erreichte, und erſt als er dieſes hinter ſich hatte, lockerte er die Zügel und ließ ſeinen Rappen in jenem behaglichen Paßgange ausſchreiten, welcher der däniſchen Pferderace ſo eigenthümlich iſt. So erreichte er ſehr bald die Stelle der breiten Land⸗ ſtraße, die ſich weſtwärts nach Huſum wendet, ‚und nachdem er ſein Auge noch einmal nach der im Ne⸗ bel verſchwindenden Stadt zurückgewandt, trabte er, jedes Aufenthalts hoffentlich überhoben, munter ſeinen Weg fort.

Gott ſei Dank, daß ich allein und nun endlich auf dem Wege nach meiner Heimath bin, ſprach er zu ſich ſelber und hüllte ſich feſter in ſeinen falten⸗ reichen Mantel, denn der pfeifende Oſtwind, der in dieſer Jahreszeit durch Mark und Bein alles Leben⸗ digen dringt, blies ſtark über die kahlen Blachfelder und trieb den lockeren Sand des Weges und die eisſtarren Nebelſchichten der Oſtſee brauſend über die öden Hecken und Gelände hin. Und in der That, wenn der oben angedeutete Weg ſchon im Sommer, wo Bäume und Sträucher rings umher in ihrem Schmucke prangen und die grünenden Saaten dem Auge des Wanderers munter entgegenleuchten, nicht allzu lieblich und unterhaltend iſt, wie öde und trau⸗ rig mußte er erſt in rauhen Wintertagen erſcheinen,