Teil eines Werkes 
1. Theil (1856)
Entstehung
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und daß es ein politiſches war, bedarf unſerer Ver⸗ ſicherung nicht als ſich die Blicke der zweiten mit bedeutſamem Ernſte auf einen Mann hefteten, der vereinzelt mitten zwiſchen beiden Parteien an einem kleinen Tiſche ſaß und mehr mit der Befriedigung ſeines geſunden Appetites, als mit ſonſt irgend Etwas in der Welt beſchäftigt zu ſein ſchien. Und doch,

wenn man ſein gedankenſchweres, blaſſes, beinahe wehmüthiges Geſicht genauer betrachtete, hätte man

meinen ſollen, ſeine düſteren Gedanken wären mit

einem bei Weitem weniger materiellen Stoffe beſchäf⸗

tigt, als ſeine Zähne, denn bisweilen hielt er ſinnend im Eſſen inne und ſchaute mit dem tiefblauen Auge 4 nachdenklich durch das Fenſter, vor dem er gerade ſaß,

in die trübkalte Winterluft hinaus, die in großen Nebelflocken über Land und Waſſer wirbelte. Plötzlich

aber raffte er ſeine umherſchwirrenden Gedanken zu⸗

ſammen, trank ſein großes Glas feurigen Portweins

aus und winkte den Kellner herbei, der zufällig in ſeiner Nähe ſtand. Frage und Antwort wurden leiſe und ſchnell gewechſelt, und leichtfüßig ſprang der Die⸗ ner, nachdem er die Bezahlung der Zeche empfangen, aus dem Zimmer, wahrſcheinlich um einen Auftrag zu erfüllen, den er gleichzeitig erhalten hatte.

In dieſem Augenblicke ſchwieg die Gruppe der