237
rons, aber er ſah ein, daß er, wie alle ſeine früheren 3 Vorgänger, ſtandhaft durchlebt und geduldig ertragen werden müſſe. Da wir ſpäterhin noch einmal auf Georg von Brandau zurückkommen werden, ſo können wir ihn hier verlaſſen und uns zu ſeinem älteren Bruder Alfred wenden, deſſen Schickſal erſt entſchieden wurde, nachdem der Prozeß mit den Gebrüdern Si⸗ mony beendigt war.
Dies geſchah indeß lange vor Weihnachten, denn die Beweiſe waren ſo klar und die Zeugen ſo reich⸗ lich vorhanden, daß kein Zweifel über das Verbrechen und die Verbrecher ſelbſt ſtattfinden konnte. Die ge⸗ fangenen Diebe und Mordbrenner wurden am Mor⸗ gen nach der von ihnen hervorgerufenen Schreckens⸗ nacht von denſelben Gensd'armen, die Georg nach ſeinem Vaterhauſe gebracht, nach der nächſten Stadt geſchafft und von da nach dem Orte ihrer Hauptver⸗ brechen, der Reſidenz, unter ſicherer Bedeckung abge⸗ führt. Hier wollten ſie Anfangs ihre früheren Un⸗ * thaten, ihr Herkommen, ihre wirklichen Namen läug⸗ nen, aber Richard von Brandau, der ſich mit dem Vater und ſeiner Braut ſelbſt nach der Hauptſtadt be⸗ geben hatte, brachte ſo ſchlagende Beweiſe ihrer gan⸗ zen Verbrecherlaufbahn und ſo umfaſſende corpora de-. licti zum Vorſchein, daß die entlarvten Gauner ihr


