Teil eines Werkes 
2. Theil, 2. Abt. (1858)
Entstehung
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nur dazu da, Euch Euerer Strafe und Euerem Rich⸗ ter zu überliefern. Und dieſe Stunde iſt jetzt für Euch gekommen. Ihr habt ſchon lange einen Löwen belei⸗ digt und der Löwe hatte ſich gelobt, Euch mit ſeinen Tatzen zu fangen und darin zu halten. Bei Gott, das hat er nun ausgeführt. Seht Ihr nun ein, wie dumm Ihr geweſen ſeid, daß Ihr aus niederträchti⸗ ger Habſucht auch noch das Letzte nehmen wolltet, was einer und derſelben Familie gehört? Das iſt eben ſo frech, wie dumm. Ihr wolltet ein ganzes Geſchlecht vertilgen und an den Bettelſtab bringen, nicht wahr? Es war Euch nicht genug, mich beſtohlen und hinter⸗ gangen zu haben; nein, Ihr habt Euch auch an meine Brüder gewagt und ſie in das Verderben geſtürzt. Aber auch Das war Euch noch nicht genug Schmach auf eine Familie geworfen, die ohne Eure Schur⸗ kerei vielleicht eine glückliche geweſen wäre. Wie? Kommt Ihr zuletzt nun noch hierher, um auch mei⸗ nen alten Vater zu berauben und ſeine Häuſer in Schutthaufen zu verwandeln?“

„Wie?“ riefen die Umſtehenden.„Seinen Vater?“—

Ein wunderbarer Augenblick folgte dieſen letzten bis in die tiefſte Seele aller Anweſenden dringenden und mit donnernder Stimme geſprochenen Worten. Die beiden Verbrecher zuckten mit blauroth geſchwolle⸗