Teil eines Werkes 
2. Theil, 2. Abt. (1858)
Entstehung
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habe zwar einige Patienten hier herum, aber keinen, der mich nothwendig gebrauchte, auch will ich mich beeilen, um bald wieder hier zu ſein. Vielleicht kann ich Gutes ſtiften und mit meinen einfachen Augen die Sachlage beſſer beurtheilen, als Scheitler und Andere.

Ha! Was wolltet Ihr thun, Doktor?

Ich will ſelbſt der Ueberbringer Ihrer Botſchaft ſein. Schreiben Sie mir ein paar Worte an Scheitler auf, daß Sie mich mit der Schlichtung der Angelegen⸗ heit beauftragt haben.

Sie wollten auch gleich das Geld mitnehmen?

Der Arzt rieb ſich die Hände und beſann ſich eine Weile, aber ſogleich fuhr er wieder fort:Ja, das will ich, obgleich ich nicht gern ſo viel Geld bei mir trage.

Doktor! Das iſt ein großes Freundſchaftsſtück, Gott belohne Sie dafür. Ich trenne mich zwar jetzt ungern von Ihnen, aber zu der Reiſe gebe ich aus vollem Herzen meine Zuſtimmung. Gehen Sie mit Gott, ja, gehen Sie. Sagen Sie meinen Söhnen,

daß ich Kummer und Herzeleid um ſie habe, aber

daß ſie ein Beiſpiel an dem alten Manne nehmen ſollen, der ein Herz für die Seinigen und eine hohe Meinung von ſeiner und ihrer Ehre hat. Ich bin

Baron Brandau. II. 2.