Teil eines Werkes 
2. Theil, [1. Abt.] (1858)
Entstehung
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mit herrlichen Teppichen belegten Treppen ſchritt man zum Herrn Grafen empor. Einige Diener in glän⸗ zender Livree empfingen auf dem oberen durch ſtarke Thüren wohlverwahrten Corridor die ankommenden Gäſte. Mam ward in einen reich verzierten und hell ſchimmernden Vorſaal geführt, wo der Kammerdiener Starozza die Herren empfing. Von dieſem Vorſaale aus wurden ſie in die Empfangszimmer des Feſtge⸗ bers geleitet, der ſie, auf der Schwelle eines mit ro⸗ then Sammettapeten, reichen Teppichen und Gemäl⸗ den geſchmückten Gemaches ſtehend, mit dem Hute in der Hand empfing. Anfangs ſchien Alles etwas cere⸗ moniel herzugehen; als ſich aber der Graf überzeugt, daß alle Eingeladenen verſammelt waren, befahl er, die Thüren zu ſchließen und bat ſeine Gäſte herzlich, alle Zurückhaltung abzulegen und ſich nach Neigung und Gewohnheit, ganz wie bei ſich zu Hauſe, zu ver⸗ gnügen. Dieſer mit aufrichtigſter Miene geſprochene Wunſch wurde allſeitig befolgt. Von dieſem Augen⸗ blicke an hörte aller Zwang auf. Man ſetzte ſich, wo es Einem gerade behagte, ſpielte in dieſem oder jenem Zimmer, was beliebte, und und trank vor allen Dingen von den köſtlichen Speiſen und Getränken, die in ungewohnter Fülle überall herumgereicht wur⸗ den. So hatte ſich die Geſellſchaft bald in viele klei⸗