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er einen reich mit Gold verbrämten Rock und bei
feierlichen Gelegenheiten ſchwarze ſeidene Strümpfe, kurze Atlasbeinkleider und goldene Schnallen auf den Schuhen. An Alter, Größe, Geſichtsausdruck, Hal⸗ tung, überhaupt in der ganzen äußeren Erſcheinung bis auf das abweichend glatt geſchorene Geſicht, war er dem Herrn Grafen ſehr ähnlich, und das war nicht zu verwundern, da man ſehr bald erfuhr, daß Sta⸗ rozza nicht allein ein Landsmann ſeines Herrn und mit ihm in gleicher politiſcher Lage ſei, ſondern daß er auch ſeit ſeiner Kindheit bei ihm geweſen, Alles mit ihm durchgemacht und Freud' und Leid mit ihm getheilt, alſo von ſeinem Weſen, ſeinem Aeußern, ſei⸗ ner Phyſiognomie alles Annehmbare angenommen habe, wie man Solches unter ähnlichen Umſtänden ſehr häufig findet.
Daher ſchrieb ſich denn auch, wie man leicht ſehen konnte, die große Vertraulichkeit, die zwiſchen Herrn und Diener herrſchte, eine Vertraulichkeit, die man
ſelten erlebt und die hier oft einen ſo hohen Grad
erreichte, daß man zweifelhaft ſein konnte, wer dem Einen mehr Artigkeit erwieſe, der Diener dem Herrn oder umgekehrt, denn ſie gränzte bei dem Grafen bis⸗
weilen an Herablaſſung, bei dem Kammerdiener nicht
ſelten an Unverſchämtheit, wie wir das ſpäter viel⸗


